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Sara aus Düsseldorf - 2019

Hallo, mein Name ist Sara und ich war 2019 für vier Wochen als Volontärin auf der Ranch Koiimais.

 

Wie es dazu kam

 

Es ist nicht das erste Mal, dass ich auf der Ranch war. Letztes Jahr war ich mit einer Freundin dort auf einem Wanderritt. Die Gegend hat mich so sehr berührt, dass ich nicht mehr weg wollte. Für mich ist Koiimasis einer der schönsten Orte, die ich je gesehen habe.

Letztes Jahr wollte ich zusammen mit einer anderen Freundin aus dem Alltag ausbrechen. Wir recherchierten eine Weile, schauten uns verschiedene Länder und Orte an und entschieden uns am Ende wieder für Namibia.

Anfangs gab es noch einige Unsicherheiten, da es zu diesem Zeitpunkt noch keinen Guide auf der Farm gab. Aber inzwischen gibt es wieder jemanden: Freda, die witzigerweise aus der gleichen Stadt wie ich kommt und schon zweimal als Freiwillige auf Koiimasis war. Sie hatte sich bereit erklärt, im Sommer für einen Monat dorthin zu kommen, um auf uns aufzupassen und auch einen Wanderritt zu leiten, der von einer anderen Person gebucht wurde. Dazu später mehr.

Bis zur Abreise gab es noch einige andere Dinge zu erledigen. So konnte meine Freundin leider kurzfristig nicht kommen, weil sie krank wurde und sich einer Operation unterziehen musste.

Und so kam es, dass Freda und ich die Reise gemeinsam antraten und uns am Tag des Hinflugs zum ersten Mal persönlich kennenlernten.

 

Wie es war

 

Was soll ich sagen? Ich bin immer noch sehr berührt von dieser Gegend. Es war interessant, Koiimasis auf unterschiedliche Weise zu erleben. Letztes Jahr kamen wir zufällig direkt nach dem Regen. So konnten wir sehen, wie alles blühte und gedieh. Es lag eine ganz besondere Atmosphäre in der Luft und man konnte sehen, wie gut es den Tieren ging, die auf der Farm lebten. Man sah riesige Herden von Oryx-Antilopen und Springböcken auf der Farm herumhüpfen.

Als ich nun das zweite Mal auf der Ranch war, hatte es noch nicht geregnet und ein großer Teil des Grases war bereits abgefressen, so dass alles viel trockener war und die Wüste allmählich wieder zum Vorschein kam.

Auch wenn das für die Tiere immer schwieriger wird (sie sind draußen auf sich allein gestellt) - landschaftlich ist beides absolut faszinierend.

Aber auch viele andere Dinge waren sehr schön. Mit Freda habe ich mich super gut verstanden, ebenso wie mit Hannah, die später als Volontärin zu uns stieß, und mit Ashley und Immanuel, die ebenfalls für die Pferde zuständig waren. Nicht zu vergessen die Familie Izko und Sonja, die den Reitausflug gebucht hatte.

Es war spannend, dort mit den Pferden zu arbeiten, die etwas ganz Besonderes sind, weil sie als Wildpferde auf der Ranch aufwachsen und daher sehr ursprünglich und natürlich in ihrem Verhalten sind. Es gibt dort ca. 250 Pferde, von denen etwa 20-30 eingeritten sind und im Westernreitstil gearbeitet werden.

 

Was mir am besten gefallen hat

 

Die Schönheit der Landschaft, die tollen Pferde, generell von so viel Natur und Tieren umgeben zu sein. Den ganzen Tag in Bewegung zu sein (jeder von uns ist jeden Tag um die fünf Pferde geritten oder hat diese am Boden gearbeitet), gleichzeitig die Ruhe zu haben und die Tatsache, wirklich so weit draußen zu sein, dass man stundenlang über Schotterstraßen fahren muss, um einen etwas größeren Ort mit Menschen zu treffen.

Es war auch toll, so weit blicken zu können. Das hat man in Deutschland selten, vor allem wenn man in der Stadt wohnt. Nicht zu vergessen der gigantische Sternenhimmel.

 

Mein Alltag dort

 

Während der Woche sind wir morgens von der Burg (so heißt das Gebäude, in dem die Freiwilligen derzeit untergebracht sind) zum 2km entfernten Cowboy-Camp gestartet. Das allein zeigt schon, wie groß die Farm ist. Und diese Entfernung ist für Koiimasis-Verhältnisse wirklich ein Katzensprung, den wir meistens mit dem Pferd zurückgelegt haben. Morgens trainierten wir meist ein paar Pferde, dann ging es mittags zurück zur Burg, um etwas zu essen und eine kurze Pause einzulegen. Am Nachmittag gingen wir zurück ins Camp, um weiter mit den Pferden zu arbeiten. Den Abend verbrachten wir entweder gemeinsam oder konnten alleine sein. Zwischendurch kam es vor, dass Touristen eine Reittour gebucht hatten, die wir mitgeritten sind, oder es konnte auch mal ein Viehtrieb anstehen, was überwiegend vom Pferd aus geschah.

An Samstagen arbeiteten wir noch den halben Tag und hatten dann den Rest des Wochenendes zur freien Verfügung.

Abschließend

 

Alles in allem war es eine super schöne Zeit, die viel zu schnell vergangen ist!

Was ich am meisten vermisse, ist die berührende Landschaft (ich kann es nicht oft genug betonen) und diese besonderen Pferde.

Ein paar Abzüge mache ich, weil es manchmal organisatorische Ungereimtheiten gab. Das liegt u.a. daran, dass es, seit der Sohn der Familie das Cowboycamp nicht mehr leitet, mehrere Wechsel von Guides oder Trainern gab, die nicht alle für den Job geeignet waren.

Ab Januar 2020 wird Freda die Position als Guide und Pferdetrainerin übernehmen. Dann wird es sicherlich wieder mehr Linie in der Sache geben. Auf jeden Fall wünsche ich ihr viel Glück und eine gute Zeit dort!